Braucht ein Mähroboter ohne Begrenzungskabel wirklich keinen Draht?
In der Regel nicht: Die Mähfläche wird digital angelegt. Manche Systeme benötigen jedoch weitere Komponenten, etwa eine Referenzantenne oder eine bestimmte Aufstellposition der Ladestation. Was konkret nötig ist, hängt vom jeweiligen Modell und der Herstellerangabe ab.
Wie erkennt ein Mähroboter ohne Begrenzungskabel die Grundstücksgrenze?
Über eine virtuelle Karte, die bei der Einrichtung angelegt wird – gezeichnet in der App, aufgenommen während einer geführten Fahrt oder aus Positionsdaten und Umgebungserkennung abgeleitet. Die Position innerhalb dieser Karte bestimmt das Gerät je nach System über Satellitensignale, Kameras, Sensoren oder eine Kombination daraus.
Was ist RTK?
RTK steht für „Real Time Kinematic“ und bezeichnet ein Korrekturverfahren für satellitengestützte Positionsbestimmung. Eine ortsfeste Referenz mit bekannter Position ermittelt die aktuelle Abweichung der Satellitensignale; der Roboter rechnet diese Korrektur in Echtzeit ein und kann dadurch deutlich präziser arbeiten als mit reiner Satellitenpositionierung.
Brauche ich für RTK immer eine Antenne im Garten?
Nein, das lässt sich nicht pauschal sagen. Manche Systeme arbeiten mit einer eigenen Referenzantenne, die im Garten oder am Haus montiert wird, andere beziehen Korrekturdaten über Mobilfunk aus einem Netzwerk. Welche Variante ein Modell nutzt und ob eine Antenne zwingend erforderlich ist, steht in den Herstellerangaben zum konkreten Gerät.
Funktionieren kabellose Mähroboter unter Bäumen?
Das hängt vom Navigationsverfahren ab. Rein satellitengestützte Systeme können unter dichten Baumkronen an Genauigkeit verlieren; Geräte mit zusätzlicher Kamera- oder Sensorik gleichen das teilweise aus. Eine pauschale Aussage ist nicht möglich – maßgeblich ist die Herstellerangabe zum konkreten Modell.
Was passiert bei schlechtem Satellitenempfang?
Je nach Gerät wird die Fahrt unterbrochen, auf alternative Sensorik umgeschaltet, der betroffene Bereich später erneut angefahren oder der Roboter kehrt zur Ladestation zurück. Wie ein Modell reagiert, beschreibt der Hersteller in der Regel in der Dokumentation.
Funktionieren sie zwischen zwei Häusern?
Möglich, aber prüfenswert. Hohe Wände verdecken einen Teil des Himmels und können Signale reflektieren, was satellitenbasierte Positionsbestimmung beeinflusst. Systeme mit ergänzender Kamera- oder Sensorik sind in solchen Lagen tendenziell robuster; verbindlich sind die Angaben des Herstellers zum jeweiligen Modell.
Wie schmal darf ein Durchgang sein?
Das ist modellabhängig. Hersteller nennen eine Mindestbreite für Durchfahrten, die sich zwischen Geräten deutlich unterscheidet. Miss die engste Stelle nach, rechne sommerlichen Bewuchs ein und gleiche den Wert mit der Angabe zum Wunschmodell ab.
Können mehrere getrennte Rasenflächen gemäht werden?
Viele Systeme unterstützen mehrere Zonen in einer Karte. Unterschiedlich ist, wie viele Zonen möglich sind und ob das Gerät selbstständig zwischen ihnen wechselt oder getragen werden muss – letzteres ist typisch, wenn kein befahrbarer Verbindungsweg existiert. Die Grenzwerte nennt der Hersteller.
Sind kabellose Mähroboter für Hanglagen geeignet?
Nur, sofern die angegebene maximale Steigung zum Grundstück passt. Zu beachten ist, dass Navigation und mechanische Steigfähigkeit zwei verschiedene Dinge sind: Beides muss zum Hang passen. Die Werte unterscheiden sich deutlich zwischen Modellen, deshalb die Herstellerangabe mit der tatsächlichen Neigung abgleichen.
Was ist besser – RTK oder Kamera?
Das lässt sich nicht allgemein beantworten. RTK-gestützte Systeme können sehr präzise arbeiten, sind aber auf Satellitensicht angewiesen; kamerabasierte Verfahren sind davon unabhängiger, hängen jedoch stark von der Umsetzung des Herstellers ab. Viele aktuelle Geräte kombinieren beide Ansätze. Entscheidend ist, welches Verfahren zu deiner Gartensituation passt.
Was passiert, wenn WLAN oder Internet ausfallen?
Das ist modell- und systemabhängig. Manche Geräte mähen nach gespeichertem Plan weiter und benötigen die Verbindung nur für Fernsteuerung und Updates; andere Funktionen – etwa Korrekturdaten über Mobilfunk oder cloudbasierte Dienste – können ohne Verbindung eingeschränkt sein. Die Herstellerdokumentation beschreibt, welche Funktionen offline verfügbar bleiben.